Zur entdeckung des burgsNachdem Sie den Ort durch das untere Stadttor betreten Haben,
sehen Sie zu Ihrer Linken einen noblen Palast; das ist der sogenannte
Kardinalspalast, der auf dem Eingangsportal ein Wappen mit Bienen trägt – das Wappen
der Barberini, der mächtigen Familie des Papstes Urbano VIII.
In Innern
ein malerischer Hof mit einem runden Brunnen und ein Repräsentationssaal.
Rechts vom Stadttor haben wir einen weiteren Palast aus dem XIV. Jh., der
an der östlichen Mauer errichtet wurde und heute als Gutshof dient.
Wenn sie der Hauptstraße folgen, sehen Sie zu Ihrer Linken den schönen
Palazzo Pretorio, heute Propstei San Bartolomeo, mit einer Renaissancefassade,
die mit Familienwappen verschiedener Stadtvögte (bis zum XVI. Jhd.)geschmückt
ist. Die fünfunddreißig Wappen, in Sandstein gearbeitet, die Sie
an der Fassade sehen, gehören den wichtigsten Florentiner Familien. Auf
der gegenüberliegenden Seite des Platzes haben wir ein Gebäude mit
Loggia – letztere hatte die typischen Funktionen einer kommunalen Loggia
inne: als öffentlicher Raum zur Repräsentation, für Versammlungen,
und auch als überdachter Marktplatz diente sie.
Die Propstei von Barberino hat im Laufe der Jahrhunderte eingreifende Veränderungen über
sich ergehen lassen müssen – im Jahr 1910 schließlich wurde
sie von dem Florentiner Architekten Castellucci so radikal umgeändert,
dass sogar die Front nicht mehr auf den Platz geht, sondern aufs Tal zeigt.
Ein interessantes Überbleibsel der alten Kirche haben wir mit dem eingemeißelten
Kreuz, das in einem Bogen des äußeren Sturzes des Hauptportals eingeschlossen
ist. Im Innern können Sie sich einige Fresken-Fragmente aus dem XIV./XV.
Jh. Ansehen, dazu eine Bronzebüste und den Sarg des heiligen Davanzato.
In der Nähe der Porta Fiorentina befindet sich das Hospital der Pilger,
von dem wir noch einige Freskenmalereien und Gedenksteine bewundern können.
Nachdem es unlängst restauriert wurde, ist heute die Städtische Bücherei
untergebracht.
Vor kurzem wurde auf dem Platz vor dem Rathaus eine Statue aufgestellt, die
an Francesco da Barberino erinnern soll, den hier geborenen Schriftsteller
aus dem XIV. Jh. Die Figur ist ein Werk des deutschen Bildhauers Quirin Roth.